Freitag, 22. Juni 2012

Nicht versetzt? Was jetzt?

Mathematik ausreichend – Selbstwert mangelhaft

Da ist er wieder – der alljährliche Höhepunkt des Schuljahres - der Zeugnistag.

Von Einigen heiß ersehnt, bedeutet er doch das vorläufige Ende aller Plackerei, unendlich scheinende Freiheit und die wohlverdienten Ferien – vorausgesetzt natürlich, das Zeugnis war einigermaßen O.K.

Die anderen weniger Erfolgreichen, die nicht Versetzten, haben dem Zeugnistag wohl eher mit  gemischten Gefühlen entgegen gesehen, denn üblicherweise erwartet sie jetzt das komplette Maßregelungsprogramm:

Gezeter von aufgeregten Eltern, verschiedene unangenehme Einschnitte wie Hausarrest, Fernseh- und
Computerverbot, schmerzhafte Seelenschläge verpackt in Sätze die Worte wie falsch, dumm oder faul in mehreren Abstufungen enthalten.



Noch schlimmer dran sind die „mit Einschränkung Versetzten“. Diejenigen, auf die bei Ferienende die Nachprüfung wartet, für sie ist jetzt Megastress und Hardcore-Lernen angesagt.

Wie mag sich ein Kind in dieser Situation fühlen? Wie stehen seine Chancen, die Nachprüfung und das nächste Schuljahr zu schaffen?

Liebe Eltern, wenn Sie Ihrem Kind wirklich helfen möchten, dann braucht es jetzt mehr als einen Nachhilfelehrer: Es bracht Ihre Liebe, Ihre Unterstützung und einfühlsame Stärkung des Selbstwertgefühls. Es macht durchaus einen Unterschied, ob z.B. ein Übungsergebnis als „falsch“ oder „noch nicht ganz richtig“ bewertet wird.

„Ob du denkst du kannst, oder du kannst nicht, in beiden Fällen hast du recht“ (Henry Ford)

Nur wenn Ihr Kind an sich selbst glaubt und angstfrei ist, kann es erfolgreich sein.

Schlechte Noten sind nicht der Weltuntergang, viele berühmte Menschen galten in der Schule als Versager, wie Thomas Edison, Richard Wagner und Winston Churchill. Ein guter Schulabschluss ist noch lange nicht der Garant für ein glückliches und erfolgreiches Leben.

Weitaus wichtiger sind ein gesundes Selbstbewusstsein, die Fähigkeit Visionen zu entwickeln, das Erkennen der Eigenverantwortung, Rückgrat und ein unbeirrbarer Glaube an die eigenen Möglichkeiten.

Je früher ihr Kind das alles mit Ihrer Hilfe entwickelt, desto glücklicher wird es sein und desto unkomplizierter wird sowohl seine
Schullaufbahn als auch sein späteres Leben gelingen.

Wie viele Erwachsene leiden noch heute unter Versagensängsten und dem Gefühl: “nicht gut genug“ zu sein. Wollen wir nicht,
dass unsere Kinder es einmal leichter haben?

Dann geben wir ihnen doch, außer Schulwissen, das Allerwichtigste mit auf den Weg: Eine gesunde Seele!

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