Montag, 10. März 2014

Glück braucht Platz - Zeit für den Frühjahrsputz

Die ersten Sonnenstrahlen bringen Hormone und anderes in Wallung, alles wird grün und bunte Blumen geben Farblichter ins Wintergrau. Es ist Zeit zum Neubeginn, zum Glücklichsein, für die Fülle ungeahnter Möglichkeiten. Und wie jeder weiß, muss für Neues erst mal Platz und Ordnung geschaffen werden. Also wird gründlich saubergemacht und auch sonst eher träge Menschen mutieren zum wahren Putzfreak.

Staub wird aus der hintersten Ecke gekehrt, von fleißigen Spinnen kunstvoll angelegte Netze rigoros entfernt, Autos werden gewaschen und Terrassen gefegt. Doch damit nicht genug: Winterpfunde werden abgehungert (vorwiegend bei Frauen, Männer haben das nicht nötig denn ein Bierbauch ist schließlich noch kein Übergewicht), es wird gepeelt, balsamiert und künstlich vorgebräunt, schließlich will man sich ja frisch und neu präsentieren und bereit sein für all das neue Glück. Und das war's dann bei den Meisten.

Ist diese Putzparty der Garant fürs Glück? Nein - denn wirkliche Ordnung kann nur von innen kommen! Würden Sie ein Stück Käse in ein Schmuckkästchen legen? Nein, sicher nicht! Denn über kurz oder lang beginnt es zu stinken und das Kästchen wird verdorben…….Aber genau das tun Sie, wenn Sie Ihren Seelenmüll nicht wegräumen.

Schaut man bei manchen sonst so ordentlichen Mitmenschen genauer hin, entdeckt man: Hier hausen echte Seelenmessies.

Zugeschüttet mit Rückständen vieler Lebensjahre, mit alten Kränkungen und Verletzungen, verfaulten Ängsten, unerfüllten Träumen und schimmeligen Sehnsüchten, längst überholten Überzeugungen, die teilweise sogar seit der Kindheit gehortet werden, alte Schuldgefühle und jede Menge Gedankenunrat aller Art. So wird das nichts mit dem Glücklichsein. Wer ernsthaft glücklich sein will, muss zuerst mitten in den Dreck und gründlich ausmisten. Glück braucht Platz und eine saubere innere Umgebung.

Das ist sicher nichts für Angsthasen und Unentschlossene, denn für den Hausputz der Seele gibt es keine Gummihandschuhe. Ist es schauderlich? Oh ja! Wird es weh tun? Sicher! Jedoch ist das Glück es mehr als wert. Also hinsetzen und aufschreiben:

1. Müll sortieren:
Wem habe ich was noch nicht vergeben? Wovor habe ich Angst? Welche Träume habe ich ignoriert? Wofür fühle ich mich schuldig? Welche Sehnsucht habe ich, die an mir nagt? Wofür verurteile ich mich und andere?

2. Müll entsorgen
Kränkungen vergeben, Ängste überprüfen, Träume umsetzen, Sehnsüchte eingestehen,
Schuldgefühle auflösen, Verurteilungen loslassen.

Jetzt noch mal gründlich durchlüften mit Dankbarkeit -Dann wird ein echter Neubeginn möglich, nämlich der in eine glückliche Zukunft…..